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Lexikon Metallhandel

Abfallbeseitigung - umfasst das Bereitstellen, Überlassen, Einsammeln, Befördern, Behandeln, Lagern und Ablagern von Abfällen.

Abfallvermeidung - ist die vorrangige Verminderung der Menge und Schädlichkeit von Abfällen. Verpflichtet zur Abfallvermeidung ist jeder, der Erzeugnisse entwickelt, herstellt, be- und verarbeitet oder vertreibt.

Abfallverwertung - beinhaltet die Rückgewinnung von Rohstoffen und die Nutzung der stofflichen oder energetischen Eigenschaften von Abfällen als Hautzweck der Maßnahme. Die Beseitigung des Schadstoffpotientials muss von untergeordneter Bedeutung sein.

Abfallverwertungsgebot - Verwertung hat Vorrang vor Beseitigung, wenn die auch unter Inkaufnahme einer eventuellen Vorbehandlung möglich ist, dies wirtschaftlich zumutbar ist, d.h. wenn die Verwertung nicht unverhältnismäßig teurer als die Abfallbeseitigung ist, ein Markt für den gewonnenen Stoff vorhanden ist oder geschaffen werden kann, die Verwertung umweltverträglicher ist als die Beseitigung.

Abgrenzung von Verwertung zu Beseitigung - Entscheidend ist hier der Hauptzweck, auf den die Maßnahme zielt, wobei die Empfänger- oder Verwendersicht unter Berücksichtigung der Verkehrsanschauung gilt. Dabei wird nach Wirtschaftlichkeit und Schadstoffpotiential entschieden. Bei der Abfallverwertung muss der Hauptzweck auf die Verwertung oder die Behandlung gerichtet sein. Im Gegensatz dazu liegt der Hauptzweck bei der Abfallbeseitigung in der Beseitigung des Schadstoffpotentials.

Aluminium - Durch seine vielfältigen Möglichkeiten ist Aluminium das wichtigste Leichtmetall. Es wird in Konstruktionen ebenso eingesetzt wie als Reagenz in der Stahlindustrie oder bei der Metallgewinnung. Seine natürliche dünne Oxidschicht macht es korrosionsbeständig und gibt ihm dauerhaften metallischen Glanz. Pulvermetallurgisch erzeugte Aluminium-Werkstoffe bieten hohe Festigkeit bei geringem Gewicht. Aluminiumschrotte lassen sich problemlos zu Sekundäraluminium recyceln.

Aluminium Walzfabrikate - Hierzu zählen: Bänder, Bleche, Dessinbleche, Platten, Ringe, Ronden, Walzmusterbleche und Zuschnitte

Aluminium-Press- und Ziehprodukte - Hierzu zählen: Bindedraht, Blitzschutzdraht, Drähte, Flachstangen, Formdrähte, Formrohre, Kantstangen, Leitschienen, Rohre, Runddräthe, Rundrohre, Rundstangen, Sonderporifile nach Zeichnung, Schweißschutzdraht, Spezialprofile, Standardprofile, Stangen, Profile und Zubehör.

Anerkannte Zertifizierungsverfahren - Ein Entsorgungsbetrieb kann das Zertifikat des »Entsorgungsfachbetriebs« entweder durch eine technische Überwachungsorganisation, mit der ein Einzelüberwachungsvertrag mit zusätzlich erforderlicher Zustimmung einer Anerkennungsbehörde abgeschlossen wird oder durch den Eintritt in eine anerkannte Entsorgergemeinschaft, die ihr Zertifikat selbständig verleiht, erlangen. Für beide Wege gilt, dass jeweils die von der Entsorgungsfachbetriebeverordnung vorgegebenen Mindestanforderungen Grundlage des Prüfverfahrens und der Anerkennung sein müssen.

Arbitrage - Mit der Arbitrage versucht der Metallhändler, die zwischen verschiedenen Metallbörsen, insbesondere Comex und LME, bestehenden Kursdifferenzen zu seinem Vorteil auszunutzen.

Aufträge zum Limit - Aufträge, die nur dann ausgeführt werden können, wenn ein bestimmter Preis erreicht wird.

Authorised Clerks - Sind an der LME zugelassen und ermächtigt, im Ring aufzutreten.

Baissiers - Bezeichnet die an der Börse Tätigen, die ein Sinken der Preise erwarten.

Basispreis - Der Preis, der zwischen dem Verkäufer und dem Käufer vereinbart wird, zu dem die Option ausgeführt werden kann. Dieser Preis wird auch "sinking price" genannt. Dieser Preis ist normalerweise Marktpreis des Metalls

Bear - Der Bear erwartet fallende Börsenpreise und richtet sein Verhalten danach.

Bearish - Auf eine abschwächende Markterwartung gerichtete Stimmung an der Metallbörse wird als "bearish" bezeichnet.

Beendigung der Abfalleigenschaften - Wenn die Verwertung erfolgreich beendet und ein sekundärer Rohstoff, d.h. ein Produkt entstanden ist. Wenn die Abfälle im Zusammenhang mit ihrer Nutzung fest mit immobilen Sachen (z.B. Boden oder Deponie) verbunden sind und dadurch keine beweglichen Sachen mehr sind. Nähere Informationen und weitergehende Erläuterungen zu diesem aktuellen Thema erhalten Sie bei der Umweltberatung Ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer.

Call Arrangements - Übereinkunft über die Bereitschaft von Bar-Einschüssen zwischen Maklerfirma und Kunde.

Call Option - Aufgrund einer gezahlten Prämie erhaltene Option, innerhalb einer bestimmten Frist zu erklären, ob zu den vereinbarten Bedingungen gekauft wird oder nicht. Eine Kaufoption wird gewöhnlich dann erworben, wenn der Käufer einen kräftigen Preisanstieg erwartet. Fallen die Preise oder steigen sie nicht genügend, dann ist der Verlust des Käufers auf die Höhe der gezahlten Prämie plus Nebenkosten(Kommission und Zinsen) begrenzt. Sind die Preise um mehr als die Prämie plus Nebenkosten angestiegen, ergibt sich für den Optionskäufer ein Gewinn. Gegenstück ist die "Put Option".

Clearing - Verrechnungspreis, der sich auf den Tagespreis beziehen kann, zu dem das Clearing-Haus alle Transaktionen des Tages bereinigt; kann sich aber auch auf den Preis beziehen, der von der Börse zur Bereinigung nichtliquidierter Verträge aufgrund von Force-Majeure oder aus anderen Gründen bestimmt wird.

Closing - Schluss des Börsenhandels

Comex - Abkürzung für die New Yorker Terminbörse (Commodity Exchange Inc.).

Commission Houses - Kommissionshäuser.

Contango - Aufpreis für Terminware. Weist auf reichliches Angebot von Effektivware hin oder auf stärkere Nachfrage nach Terminware bzw. bringt Erwartungen von Verknappungen in späterer Sicht zum Ausdruck. Die Höhe des Contangos wird limitiert durch die Kosten für Lagerhaltung und Finanzierung.

DEL-Notiz - Die Bezeichnung DEL steht für "Deutsche Elektrolytkupfer-Notierungen für Leitmaterial". Sie ist das Ergebnis einer Marktstatistik, in der die Einkaufspreise 15 namhafter NE-Metallverarbeiter und -Beisteller von Kupfer erfasst werden. Das Metall wird für Lieferungen von Kabeln, isolierten Drähten und elektrischem Leitmaterial innerhalb der Bundesrepublik Deutschland verarbeitet. Die meldenden Firmen repräsentieren rund 90 Prozent des Kupferbedarfs für Kabel und Leitungen in der Bundesrepublik.

Glattstellung - Als Haussier wird bezeichnet, wer ein Ansteigen der Preise erwartet. Eine bestimmte Nachricht wird als Hausse-Nachricht bezeichnet, wenn sie als ein Vorzeichen ansteigender Preise angesehen werden kann.

Gemeinwohlverträgliche Entsorgung - Alle Abfälle, die nicht verwertet werden können, sind dauerhaft aus der Kreislaufwirtschaft auszuschließen und gemeinwohlverträglich zu beseitigen. Sie dürfen gewerbsmäßig nur mit Transportgenehmigung eingesammelt und befördert sowie in Abfallbeseitigungsanlagen oder zugelassenen BlmSchG-Anlagen behandelt, gelagert oder abgelagert werden. Abfälle zur Beseitigung sind grundsätzlich immer überwachungsbedürftig und genehmigungspflichtig. Die Abfälle sind prioritär im Inland zu beseitigen. Die grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen regeln im einzelnen die EG-Abfalllverbringungsverordnung und das Abfallverbringungsgesetz. Die Verfahren der Beseitigung sind in Anhang II A des KrW-/AbfG aufgelistet.

Inter-Market - Der Zeitraum zwischen dem Schluss der Morgenkerb und dem Beginn des Nachmittagsrings, in dem die LME-Mitglieder von Firma zu Firma Telefongeschäfte vornehmen. Dieser Zeitraum ist besonders deshalb wichtig, weil der Beginn des Börsenhandels an der Comex in diese Periode fällt.

ISO 9000 - Beschreibt allgemein, was mit der Einführung eines Qualitätssystems erreicht werden soll.

ISO 9001 - Entspricht der Norm 9002, enthält aber zusätzlich Instruktionen für die Bereiche Entwicklung und Vertrieb.

ISO 9002 - Wendet sich an Manager von Betrieben. Darin sind alle wichtigen Punkte aufgelistet, die bei der Einführung des Qualitätssystems für den Produktionsbereich zu beachten sind.

ISO 9003 - Regelt, was bei den Endprüfungen zu beachten ist. Außerdem gibt sie Anweisungen für die Schulung von Mitarbeitern und das Führungsverhalten von Managern.

ISO 9004 - Gilt vor allem für Dienstleister wie Banken und Versicherungen. Die Norm enthält einen Leitfaden für Qualitätsmanagement und nennt die Anforderungen an Service und Produktsicherheit.

ISO-Element 1: Verantwortung der Geschäftsleitung: - Die Geschäftsleitung legt ihre Zielsetzungen und die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Qualität fest und sorgt dafür, dass die Qualitätspolitik von allen verstanden wird. Die Leitung stellt eine effiziente Aufbau- und Ablauforganisation sicher, ernennt einen unabhängigen Qualitätsbeauftragten und überprüft periodisch die Wirksamkeit und Eignung des Qualitätsmanagement-Systems. Mitarbeiter mit Leitungsfunktion besitzen mindestens fünf Jahre erfolgreicher Führungserfahrung.

ISO-Element 2: Qualitätsmanagement-System - Das Qualitätsmanagement-System wird in einem Qualitätsmanagement-Handbuch und in Anschlussdokumenten beschrieben und dokumentiert.

ISO-Element 3: Vertragsprüfung - Durch eine Prüfung wird sichergestellt, dass die Auftragsbedingungen auf Vollständigkeit und Machbarkeit geprüft werden, bevor eine Bestellung von uns akzeptiert wird. Außerdem wird sichergestellt, dass nur erfüllbare Aufträge angenommen und nur solide Kunden beliefert werden.

ISO-Element 4: Designlenkung - Durch die gezielte Lenkung und Überwachung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten stellt die Müller & Sohn GmbH & Co. KG Nachf. sicher, dass ein Produkt bereits in der Entwicklung die festgelegten Anforderungen erfüllt.

ISO-Element 5: Lenkung der Dokumente und Daten - Alle verwendeten Dokumente und Unterlagen werden vor ihrer Verteilung geprüft und freigegeben. Sie liegen allen betroffenen Stellen vor und werden ständig auf dem neuesten Stand gehalten.

ISO-Element 6: Beschaffung - Alle zugekauften Produkte müssen die festgelegten Anforderungen erfüllen. Dies wird erreicht durch sorgfältige Lieferantenauswahl, gewissenhafte Überwachung der Zulieferungen sowie Lieferantenaudits und eindeutige Beschaffungsunterlagen.

ISO-Element 7: Lenkung der vom Kunden beigestellten Produkte - Die Ziele der Qualitätsforderungen müssen auch mit vom Kunden beigestellten Produkten erreicht werden. Die Behandlung dieser Produkte ist klar geregelt.

ISO-Element 8: Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Produkten - Eine eindeutige Kennzeichnung von Materialien und Dokumenten während der Herstellung, Lagerung und Auslieferung erlaubt eine klare Zuordnung und ermöglicht eine Rückverfolgbarkeit.

ISO-Element 9: Prozesslenkung - Die Qualitätsanforderungen an die Produkte müssen in jeder Herstellphase erfüllt werden können. Dies wird erreicht durch klare Arbeitsanweisungen, beherrschte Herstellverfahren, qualifiziertes und geschultes Personal und gezielte Überwachung der Herstellverfahren und Produkte.

ISO-Element 10: Prüfungen - Durch entsprechende Abläufe, Prüfpläne und Prüfanweisungen wird sichergestellt, dass Produkte vor Weiterverwendung auf Übereinstimmung mit den festgelegten Anforderungen geprüft werden.

ISO-Element 11: Prüfmittelüberwachung - Alle unsere qualitätsrelevanten Prüfmittel werden normengemäß erfasst, überwacht und sorgfältig instandgehalten.

ISO-Element 12: Prüfstatus - Der Prüfstatus der Produkte wird durch entsprechende Kennzeichnung ausgewiesen. Fehlerhafte Produkte werden durch den aktuellen Prüfstatus von der Weiterverwendung ausgeschlossen.

ISO-Element 13: Lenkung fehlerhafter Produkte - Maßnahmen zur Identifikation, Beurteilung, Behandlung und Dokumentation von fehlerhaften Produkten sind von uns sorgfältig festgelegt.

ISO-Element 14: Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen - Jeder Fehler wird systematisch bis zur letzten Ursache zurückverfolgt: Entsprechende Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen werden umgehend nach Kenntniserlangung eingeleitet, um die Wiederholung von Fehlern auszuschließen.

ISO-Element 15: Handhabung, Lagerung, Verpackung und Versand - Legt umfassende Maßnahmen zur Verhinderung von Beschädigung, Verwechslung und Beeinträchtigung während der Herstellung, Handhabung, Transport, Lagerung, Konservierung, Verpackung und Versand genau fest.

ISO-Element 16: Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen - Die Qualitätsaufzeichnungen dienen dazu, die Erfüllung der Qualitätsanforderungen nachzuweisen und das Funktionieren des Qualitätsmanagement-Systems aufzuzeigen.

ISO-Element 17: Interne Qualitätsaudits - Interne Qualitätsaudits sollten intern regelmäßig durchgeführt werden. Ziel ist die Wirksamkeit und Eignung des Qualitätsmanagement-Systems zu überprüfen. Durch diese Audits sollen Schwachstellen aufgezeigt, Verbesserungen vorgeschlagen und auf Wirksamkeit geprüft werden.

ISO-Element 18: Schulung - Die Schulung Ihrer Mitarbeiter ist für die erfolgreiche Umsetzung des Qualitätsgedankens unerlässlich. Der Schulungsbedarf wird systematisch ermittelt und entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden festgelegt.

ISO-Element 19: Wartung / Kundendienst - Die Dienstleistungen des Kundendiensts entsprechen ebenfalls den festgelegten Anforderungen. Wartung und Kundendienst werden durch qualifiziertes, geschultes Personal durchgeführt.

ISO-Element 20: Statistische Methoden - Wo zweckmäßig oder vorgeschrieben, kommen angemessene statistische Verfahren bei Arbeitsverfahren zur Anwendung.

Kerb - Der nachbörsliche Handel, der sich nach Beendigung der offiziellen Börse anschließt. Ausdruck ist von "Rinnstein" abgeleitet, weil Nachbörse früher außerhalb des Börsengebäudes stattfand.

Kommissionshäuser - Die Kommissionshäuser sind im Gegensatz zu Händlern (Dealer) Firmen, die keine eigenen Positionen an der Börse unterhalten, sondern sich darauf beschränken, Aufträge für Rechnung Dritter an der Börse vorzunehmen. Kommissionshäuser sind nicht notwendigerweise selbst auch Ringmitglieder (Broker).

Kontrakte - Börsenverträge mit Maklerfirmen für börsenfähige Qualitäten.

Kontraktpreis - Der Preis, der zwischen den Parteien vereinbart wurde und in den LME-Kontrakt Eingang findet.

Kontrollpflichten der Behörden - Bis zum 07. Oktober 1996 galten die Kontrollprozeduren der Abfall- und Reststoffüberwachungsverordnung. Deren Grundzüge bleiben weitgehend erhalten, es ändern sich jedoch eine Reihe von Detaillbestimmungen. In Zukunft gibt es für Problemabfälle ein obligatorisches Nachweisverfahren. Damit müssen die ordnungsgemäße Verwertung oder Entsorgung ihrer Abfälle gemäß § 16 KrW-/AbfG lückenlos dokumentiert werden. Für nichtüberwachungsbedürftige Abfälle setzt die Kontrolle nur dann ein, wenn die örtlichen Behörden darauf bestehen. Positive Neuerung: Müllentsorgung muss nicht mehr ausdrücklich genehmigt werden. Ein entsprechender Antrag gilt als genehmigt, wenn die Behörde nicht innerhalb von 30 Tagen widerspricht.

Kreislaufwirtschaftsgesetz - Am 07. Oktober 1992 begann die Umsetzung des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrW-/AbfG) in der Praxis. Der Abfallbegriff wurde deutlich erweitert. Jetzt fallen auch die bisher als Rohstoffe, Sekundärrohstoffe oder Wirtschaftsgüter bezeichneten Materialien unter das Abfallrecht. Man unterscheidet lediglich Abfälle zur Verwertung und Abfälle zur Beseitigung. Der Gesetzgeber setzt Prioritäten für die Behandlung von Abfällen: Vermeiden geht vor Verwerten, Verwerten geht vor Beseitigen.

Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz - Am 07. Oktober 1996 trat das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) endgültig in Kraft. Damit erfolgte eine grundlegende Neuordnung und Neuregelung des deutschen Abfallgesetzes. Voraussetzung für die faktische Umsetzung des KrW-/AbfG in der Praxis ist die Verabschiedung zahlreicher konkreter Verordnungen. Mit dem KrW-/AbfG wird eine Angleichung an das europäische Abfallrecht vorgenommen. Das KrW-/AbfG dient der Förderung der Kreislaufwirtschaft, um die natürlichen Ressourcen zu schonen und eine umweltverträgliche Beseitigung von Abfällen sicherzustellen. Abfallvermeidung erhält Vorrang vor Verwertung und vor einer umweltverträglichen Abfallbeseitigung. Ziel ist, Abfälle möglichst lange im Stoffkreislauf zu halten, um letztlich möglichst wenig davon beseitigen zu müssen. Weiterhin ist die Schonung des noch vorhandenen Deponieraumes sowie der vorhandenen Rohstoff-Ressourcen beabsichtigt.

Lagerbestände - Bestände, die in einem zugelassenen Warenhaus der Metallbörse eingelagert sind. Entwicklung der Bestände gibt wichtige Hinweise für die statistische Erfassung des Metalls.

Lagerhäuser - Es bestehen Lagerhäuser der Londoner Metallbörse - außer in Großbritannien - in Hamburg, Bremen, Rotterdam, Dünnkirchen, Triest, Amsterdam, Singapur, Antwerpen, Genua, Helsingborg und Gothenburg. Für Silber sind Lagerhäuser in London, Amsterdam, Rotterdam, Hamburg, Brüssel, Gothenburg und Frankfurt zugelassen.

Lagerschein - Dokument, das den Empfang einer in der Quittung aufgeführten Ware durch einen Spediteur belegt. Um im Rahmen eines Terminvertrags akzeptierbar zu sein, müssen Lagerscheine belegbare Empfangsbescheinigungen über Waren sein, die in Lagerhäusern eingelagert sind, die von der Börse, an der die betreffenden Terminverträge gehandelt werden, für Lieferzwecke anerkannt sind.

Late Kerb - Eine Transaktion, bei der der Auftraggeber zu einem prompten oder nahen Termin Metall verkauft und zu einem späteren Termin zurücknimmt.

Lieferpreis - An einigen Warenbörsen (so in den USA, aber nicht an der LME) besteht ein Limit für die Preisbewegungen während eines bestimmten Zeitraums. Sobald der Preisrückgang oder der Preisanstieg dieses Limit er- reicht, wird der Börsenhandel eingestellt.

Merchant - Ein - im Gegensatz zum Produzentenvertreter oder zum Broker – meist unabhängiger Metallhändler, der Metalle oder Konzentrate direkt vom Produzenten oder anderen Primärabgebern kauft und sie an Verbraucher oder andere Endabnehmer verkauft. Oft hält der Metallhändler auf eigene Rechnung Metalle auf Lager, die zu gegebener Zeit an die Abnehmer verkauft werden.

Netto-Position - Der Unterschied zwischen der Anzahl von Verträgen mit Long-Engagements und der Anzahl von Verträgen mit Short-Engagements für Rechnung einer Einzelperson oder Firma.

Opening - Eröffnung des Börsenhandels.

Offene Engagements - Unabgewickelte Verträge. In jedem beliebigen Liefermonat ist die Zahl der Short-Engagements gleich der Zahl der Long-Engagements. Die Gesamtzahl der verkauften Verträge ist gleich der Gesamtzahl der gekauften Verträge. An Stelle von offenen Engagements spricht man auch von unabgewickelten Verträgen oder von offenen Positionen.

Offer - Der Preis, den der Verkäufer für die Ware verlangt, die er tatsächlich anbietet.

Official Market - Mittagsbörse, die auch generell der Maßstab ist für langfristige Verträge.

Ordnungsgemäße Verwertung - Die Erzeuger und Besitzer von Abfällen sind verpflichtet, diese ordnungsgemäß und schadlos zu verwerten. Ordnungsgemäße Verwertung entspricht dem KrW-/AbfG und anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften.

Open Outcry - Die Methode, mit der an der Londoner Metallbörse und anderen Terminmärkten gehandelt wird. Der Broker spricht aus, was alle zu hören bekommen, nämlich "Kaufe oder verkaufe ... für einen bestimmten Liefertermin und einen bestimmten Preis". Wenn ein anderer Broker antwortet, diese Nachfrage oder dieses Angebot zu übernehmen, dann ist der Handel gefixt und dieser Preis wird zum letzten Handelspreis für den Lieferzeitpunkt.

Open Position - Eine Termin-Position, die nicht abgedeckt worden ist.

Option - Gibt dem Käufer einer Option (Optionsnehmer oder -taker) das Recht, zu einem bestimmten Fälligkeitstermin einen Terminkontrakt zu einem bestimmten Preis (Basis- oder Strike-Preis) und in einem bestimmten Monat vom Verkäufer (Optionsgeber oder Grantor, Stillhalter) zu kaufen (Kauf- oder Call-Option) oder umgekehrt an ihn zu verkaufen (Verkaufs- oder Put-Option). Käufer und Verkäufer vereinbaren dazu einen Basispreis, zudem bei Ausübung der Option die Lagerscheine in andere Hände übergehen.

Original Margin - Der minimale, von der Börse festgelegte Einschuss, der beim Kontrakthandel hinterlegt werden muss; der Broker kann von seinen Kunden einen höheren Betrag verlangen.

Ökobilanz -Ökobilanz ist ein junger Begriff innerhalb der Ökologie. Hierbei soll die Erfassung und Bewertung der Umweltauswirkungen einer Anlage oder eines Produktes über seine gesamte Nutzungskette, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung, erfasst werden. Herkömmlich wurden Industrieanlagen und vor allem Konsumprodukte nur nach dem Nutzen bewertet: Sie mussten für den Käufer hinsichtlich Gebrauchswert und Preis attraktiv sein - hingegen wurden Erzeugung und Entsorgung sowie dadurch hervorgerufene Umweltbelastungen wenig beachtet. Das neue, ökologisch bestimmte Denken verlangt umweltverträgliche Produkte: Die gesamte Kette von der Herstellung über die Verwendung bis zur Entsorgung der Abfälle soll möglichst umweltschonend erfolgen - Abfallvermeidung geht vor Verwerten und Entsorgen.

Paid - Kennzeichnet einen Preis, zu dem Abschlüsse getätigt wurden.

Physical Metal - Ausdruck für Metalle, die tatsächlich als Ware gehandelt werden, im Gegensatz zu der reinen Papiertransaktion im Falle eines Hedge-Geschäfts.

Physical Market - Markt, an dem Metalle effektiv und "körperlich" gehandelt werden.

Position - Ein Engagement am Börsenmarkt in der Form von offenen und unbereinigten Verpflichtungen.

Prämie - Bezeichnet zum einen den Aufschlag für eine bestimmte Marke in einem bestimmten Lagerhaus bzw. allein für eine bestimmte Marke oder allein für ein bestimmtes Lagerhaus. Zweitens wird darunter der Preis für eine Option, die in der Regel sofort bei Vertragsabschluss an den Verkäufer gezahlt wird, verstanden. LME Optionsprämien werden in Dollar und Pfund quotiert. Drittens wird dieser Begriff auch für die "Differenz zwischen den Preisen verschiedener Terminmonate" benutzt.

Rally - Nach einem Preisrückgang, aber einem ruhigen Horizontalverlauf erfolgt ein schneller heftiger Preisanstieg.

Range - Preisspanne zwischen dem Höchst- und Tiefstpreis während einer Zeitperiode oder Preisspanne zwischen den beiden möglichen Limits (oben und unten) während eines Handelstages.

Recycling - Recycling ist ein Sammelbegriff für die Verwertung von ausgedienten Gütern und Abfällen zur Herstellung neuer Produkte. Recycling wird seit jeher bei Altglas (Glasrecycling), Altmetallen (Schrottrecycling) und Altpapier (Pappe/Papier-Recycling) durchgeführt: Altmetall bzw. Altglas wird eingeschmolzen, Altpapier zerfasert und neuem Papier zugemischt - es entstehen Sekundärrohstoffe zur Herstellung neuer Produkte.

Recyclingvorteile - Die Vorteile von Recyclingkonzepten: Schonung natürlicher Ressourcen, Abfallvermeidung und Schonung vorhandenen Deponieraumes und Energieeinsparung.

Session - An der Londoner Metallbörse finden täglich zwei Sitzungen (Sessions) statt, eine Session am späten Vormittag und eine nachmittags. Jede Session besteht aus je fünf Minuten dauernden Ringen für jedes Metall und einer Kerb-Periode von 15 Minuten.

Settlement-Notierung - Als Settlement-Notierung wird die während des Rings zuletzt genannte Verkäufer-Notierung angenommen. Die Abrechnung von Verlängerungsoperationen erfolgt aufgrund dieser Settlement-Notierung, die von den Börsenmaklern prinzipiell zugrunde gelegt wird.

Short - Als short bezeichnet man jemanden, der einen Terminvertrag verkauft hat, welcher nicht die Liquidierung eines zuvor gekauften Vertrages auf den gleichen Liefermonat bewirkt. Mit anderen Worten, er verkauft in der Hoffnung, zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen zu können.

Short-Position - Eine Short-Position besteht, wenn ein Verkaufsvertrag an der Londoner Metallbörse abgeschlossen worden ist.

SIB - Securities and Investment Board. Britische Börsenaufsichtsbehörde.

Sonderabfallentsorgung - Sonderabfälle sind gemäß des Kreislaufwirtschaftsgesetzes besonders überwachungsbedürftig, da sie gesundheits- und umweltgefährdend sind. Vorbehandlung, Deponierung und Verbrennung von Sonderabfällen unterliegen besonderen gesetzlichen Bestimmungen. Gemäß der geltenden Technischen Anweisung Sonderabfall muss der Deponierung von Sonderabfall eine Restabfallbehandlung vorausgehen mit dem Ziel der auslaugsicheren Einbindung von Schadstoffen (Inertisierung) und der Volumenreduktion. Strenge Anforderungen werden hinsichtlich der Sicherheit und Überwachungsmöglichkeit von Sonderabfalldeponien gestellt. Für bestimmte Sonderabfälle ist eine Verbrennung vorgeschrieben, zum Beispiel für ölhaltige Betriebsmittel. Die hohen Kosten für Deponierung und Verbrennung veranlassen die Wirtschaft heute in besonderem Maße zur Abfallvermeidung sowie zum Recycling.

Stoffliche Verwertung - liegt bei Substitution von Rohstoffen durch sekundäre Rohstoffe aus Abfällen oder bei Nutzung der stofflichen Eigenschaften der Abfälle vor.

Spanne - Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Preis eines Termins während eines bestimmten Zeitraums.

Spekulant - Jemand, der zu irgendeinem anderen Zweck als dem Hedging einen Terminvertrag abschließt.

Square - Bedeutet "ausgeglichen" – "glatt".

Square Book - Das Square Book dokumentiert die "Glattstellung"

Squeeze - Versorgungsengpässe, die sich für einen bestimmten Zeitraum geltend machen und dazu führen, dass sich die Preise im Verhältnis zu anderen Lieferterminen festigen.

Steady - Marktstimmung, die anzeigt, dass sich der Kurs voraussichtlich behaupten wird.

Stocks - Metallbestände, die sich in einem registrierten Lagerhaus der Londoner Metallbörse befinden. Die Bestände der Londoner Metallbörse werden wöchentlich veröffentlicht. Die Lagerbestände sind übrigens nicht Eigentum der Londoner Metallbörse, sondern vielmehr derjenigen, die zu diesem Zeitpunkt die Warrants besitzen.

Stoploss - Aufträge- Kauf, ausgelöst bei einem vorher fixierten Verlust-Stopp.

Stoploss Selling - Verkauf, ausgelöst bei einem vorher fixierten Verlust-Stopp.

Strong bzw. very strong - Fester bzw. sehr fester Markt kennzeichnet anhaltende und zügige Aufwärtsbewegung.

Switching - Im Sprachgebrauch der Londoner Metallbörse versteht man darunter den Austausch der Metalle von einem Warenhaus in das andere. Zum Beispiel von Hamburg nach Rotterdam usw. Man versteht darunter aber auch das Verschieben einer Position auf einen späteren Terminmonat.

Taker - Käufer einer Option.

Technische Position - Bezeichnet die Eigenschaft eines Marktes, ohne dass man das Ergebnis objektiv erklären kann. Bei einem ausverkauften und verfixten Markt sagt man, dass die technische Position stark ist. Andererseits spricht man davon, dass die technische Position in einem "bekauften" Markt schwach ist. Letzteres beruht darauf, dass starkes spekulatives Kaufen die Preise auf einen Punkt getrieben hat, über den hinaus man aufgrund der vorliegenden Nachrichten keinen Anstieg erwarten kann, so dass aller Wahrscheinlichkeit nach ein Preisabfall unmittelbar bevorsteht

Termin - Kauf oder Verkauf auf Zeit. An der LME bis 15 Monate, an der Comex bis 23 Monate.

Unofficial Market - Inoffizielle Nachmittagsbörse ohne Settlement-Notierung.

Überwachungsbedürftige Abfälle - Für besonders überwachungsbedürftige Abfälle zur Verwertung besteht eine Anzeigepflicht. Die Verfahren der Verwertung sind im Anfang II B des KrW-/AbfG aufgelistet.

Verpackungsverordnung - Dies ist eine 1991 in Deutschland erlassene Verordnung, wonach Handel und Hersteller Verkaufs-, Um- und Transportverpackungen grundsätzlich zurücknehmen und verwerten müssen. Zugleich fordert die Verpackungsverordnung im Hinblick auf Verkaufsverpackungen die Einhaltung bestimmter Verwertungsquoten für Wertstoffe wie Glas, Papier oder Leichtverpackungen (Dosen, Tetrapak, Kunststoffverpackungen). Bei Aufbau eigener Sammel- und Verwertungssysteme ist eine Freistellung von der Rücknahmepflicht möglich. Vor diesem Hintergrund entstand 1991 das Duale System (DSD) in Deutschland, auch bekannt als der Grüne Punkt.

Vemeidungsgebot - Grundsätzlich besteht kein rechtlich bindendes allgemeines Vermeidungsgebot. Abfall soll jedoch, insbesondere durch anlageinterne Kreislaufführung von Stoffen abfallarme Produktgestaltung ein auf Erwerb abfall- und schadstoffarmer Produkte gerichtetes Konsumverhalten, vermieden werden.

Vormarkt - Zeit vor Beginn der Börsensitzungen, in der bereits Notierungen genannt werden, zu denen auch gehandelt wird. Diese Notierungen haben jedoch keinerlei Einfluss auf die spätere offizielle Festsetzung der Preise, können aber dennoch trendbestimmend sein.

Vorauskauf oder -verkauf - Ein Kauf oder Verkauf einer Loco-Ware auf Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt.

Vorwirtschaftlicher Nutzen von ISO 9000 - Reduzierung von Stress durch verbesserte Ablauforganisation, Steigerung der Aufmerksamkeit durch qualitative Vorgaben, Stärkung des Konsens durch auf Qualität eingeschworene Teams, Verbesserung der Transparenz durch klare Organisation, Optimierung der Beziehungen durch bessere Kommunikation, Erhöhung der Motivation durch Sinn- und Spaßprojekte, Stärkung der Identifikation mit M&S durch Mitarbeitereinbindung, Verbesserung des Info-Managements durch effizienten Datenfluss

Warehouse - Die englische Entsprechung zu "Lagerhaus".

Warrant - Börsenlagerschein über eine bestimmte Menge Metall in einem namentlich genannten Börsenlager.

Wachstumsprognosen - Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen werden für die Umweltindustrie überdurchschnittliche Wachstumsraten erwartet. Die OECD rechnet für Deutschland mit einem Marktwachstum von 27 Milliarden DM (1990) auf 37 Milliarden DM (2000) und weltweit mit einem Marktwachstum von 320 Millarden DM (1990) auf 480 Millarden DM (2000).

Weak - Schwacher Markt - kennzeichnet nachgebende Kurse.

Wertstoffe (Sekundärstoffe) - Dies sind Materialien, die durch Recycling ausgedienter Produkte wiedergewonnen werden und als Ausgangsstoffe für neue Produkte dienen. Sie erhalten wachsende Bedeutung zur Schonung von natürlichen Rohstoffen und der Umwelt.

Wettbewerb um Umwelt-Marktanteile - Obwohl Deutschland seit Jahren als Exportweltmeister bei der umwelttechnischen Industrie gilt, zeigen jüngste Ergebnisse, dass die Weltmarktposition der deutschen Umweltindustrie angegriffen wird und wichtige Wettbewerberländer ihre Stellung verbessern konnten

Wirtschaftlicher Nutzen von ISO 9000 - Verminderung von Fehlleistungen in allen Tätigkeitsbereichen, Vermeidung von Verschwendungen aller Art Gewinnung neuer Kunden, die ein Zertifikat verlangen, Durchsetzung gleichbleibender bzw. höherer Preise, Ausschaltung von Mängelabzügen und Retouren, Vorteile bei der Auftragsvergabe der öffentlichen Hand, Steigerung der Rentabilität in allen Arbeitsbereichen, Reduktion der Durchlaufzeiten je Auftrag






Lexikon Aluminium

Aluminium - Aluminium ist ein unedles Metall. Man findet es in der Natur nie in Reinform, sondern stets an Sauerstoff gebunden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Oxide der Form Al2O3. Dafür aber ist es allgegenwärtig und das wichtigste Element der III. Hauptgruppe im Periodensystem. Der Anteil von Al wird mit 8 % der Erdkruste angegeben. Nur Sauerstoff und Silicium sind noch häufiger vertreten. Das reine Aluminium-Metall weist eine kubisch-flächenzentrierte Gitterstruktur auf, ist leicht, silbrig und stark elektropositiv. Des Weiteren ist es sehr reaktionsfähig. Zum Beispiel reagiert Aluminium-Pulver an der Luft selbstentzündlich.

Aluminium Eigenschaften - Die wichtigste Eigenschaft von Aluminium ist das geringe Dichte-Gewichtsverhältnis von 2,7 g/cm³ (vgl. Eisen: 7,86 g/cm³). Damit liegt Aluminium nach Lithium, Beryllium und Magnesium an der 4. Stelle der leichtesten Metalle. Aluminium ist aber nicht nur leicht, sondern hat darüber hinaus auch eine hohe Festigkeit. Die damit gewonnene Gewichtsersparnis macht Aluminium aus wirtschaftlichen Gründen sehr interessant. Ein weiterer positive Charakter ist, dass durch die natürliche Oxidschicht die Beständigkeit sehr hoch ist. Hauptsächlich wird das Metall in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Waggonbau- sowie in der Bauindustrie verwendet. Weitere wichtige Eigenschaften sind die thermischen und elektrischen Fähigkeiten, die fast zu zwei Drittel denen von Kupfer entsprechen. Auch aufgrund der leichten Formbarkeit und der guten Verträglichkeit mit Nahrungsmitteln ist Aluminium ein häufig eingesetztes Metall in der Verpackungsindustrie. Der niedrige Schmelzpunkt von Aluminium und der damit verbundene geringe Energieaufwand ist ein weiterer wesentlicher Aspekt im Recycling.

Bauxit - Das wohl bekannteste Aluminiumerz ist Bauxit. Das nach Silizium zweithäufigste Material der Erde ist ein Produkt aus verwittertem Kalk und Silikatgestein, das durch warme Klimaeinflüsse entstanden ist. Im Bauxit findet man die höchste Aluminium-Oxid-Konzentration. Dieses Sedimentgestein besteht aus 40 - 60 % Aluminiumoxid, 5 - 30 % Eisenoxid und 1 - 15 % Siliziumoxid. Bauxit wird überwiegend im Tagebau gefördert. Aus 4 t Bauxit werden 2 t Tonerde gewonnen, woraus dann 1 t Aluminium geschmolzen wird. Die bedeutendsten Abbaugebiete befinden sich in Ländern des Tropengürtels, wie Australien, Neu-Guinea, Jamaika und Brasilien. Weitere Abbaugebiete sind China, Westafrika und Indien. Der Name Bauxit leitet sich von dem französischen Ort Les Baux in der Provence (Südfrankreich) ab, wo es erstmals abgebaut wurde. Die rötliche Färbung verdankt das Bauxit dem Eisenoxid.

Biologische Bedeutung - Aluminium-Oxid ist zwar das dritt häufigste Material dieser Erde, es scheint aber keine große biologische Funktion zu haben. Es gibt zwar Versuche, bei denen das Wachstum mancher Pflanzen durch Zugabe von geringen Aluminium-Konzentrationen begünstigt wurde, aber bei Menschen hat es keine wesentliche Bedeutung. Das kann man daran erkennen, dass sich bei einem Menschen mit einem Körpergewicht von 70 kg ca. 60 mg Aluminium nachweisen lassen. Die toxische Dosis liegt bei 5 g. Der in Deutschland geführte MAK-Wert für Aluminium-Feinstaub als Metall, Metalloxid und -hydroxid wurde mit 6 mg/m³ festgelegt. Andere Aluminium-Minerale, wie z. B. Kaligglimmer, Natronfeldspat, Kryolith oder Tonerde lassen sich im Meerwasser in einer Konzentration von 5 ppb mit starken Schwankungen nachweisen. Im Flusswasser findet man allerdings schon 400 ppb.

Chemische Daten - Eigenschaft // Daten

Lateinisch: Alaun
Englisch: Aluminium
Chemisches Kürzel: Al
Kurzbeschreibung: Alu
Dichte: 2,70 g / cm³
Schmelzpunkt: 660,5 °C
Siedepunkt: 2.467 °C
Realtive Atommasse: 26,981539
Isotope: 1
Radionuklide: 8
Halbwertzeit Al-26: 716.000 Jahre, Al-23: 470 Millisek.
Oxidationszahl: 3
Ordnungszahl: 13
Elektronegativität: 1,5

Eigenschaft // Daten

Atomradius: 143,1 pm
Ionenradius: 57 pm (+3)
Konfiguration: [Ne] 3s² 3p
Ionisierungseng.: 5,986 eV
Mechanische Eigenschaften: Weich, duktibel
Folien: Bis 0,004 mm
Standardpotential: -1,66/-2,33 Volt
Oxidschicht: 5 nm, fest haftend
Legierbarkeit: Sehr gut
- mit Leichtmetallen: mit Ti, Mg
- mit Schwermetallen: ur mit Cu
Elektrische Leitfähigkeit (bezogen auf Cu): 63 - 65 %
Wärmeleitfähigkeit (bezogen auf Cu): 60 %
Schweißbarkeit: Nur unter Luftabschluss

Energieaufwand - In der Primärproduktion liegt der Stromverbrauch für 1 t Aluminium bei ca. 14.000 kW/h, aber in der Sekundärproduktion nur bei ca. 800 kW/h. Heutzutage wird die benötigte Energie für Aluminium in der westlichen Welt größtenteils mit Wasserkraft gedeckt.

ELOXAL - Technisch kann man die natürliche Oxidschicht mit Hilfe des elektrolytischen Verfahrens noch verstärken. Als Elektrolyt dient dabei meist eine wässrige Lösung aus Schwefel-, Oxal- oder Chromsäure und einigen Hilfsstoffen. Dieses Verfahren wird auch Eloxieren genannt. Gibt man Farbstoffe zu der Elektrolysierlösung, so werden die Überzüge farbig. Das heute meist verwendete Kunstwort "ELOXAL" wurde aus den Anfangsbuchstaben der Wörter "elektrische Oxidation von Aluminium" gebildet.

Geschichte des Aluminiums - Im Jahre 1754 entdeckte der deutsche Chemiker Marggraf im schon Jahrtausend bekannten Alaungestein eine neue Erde, die er Alaunerde nannte. Wie heute bekannt ist, handelt es sich bei dieser Erde um Aluminiumoxid (Al2O3). Auch die Gewinnung von Tonerde aus Alaun ist Marggraf damals gelungen. Alaungestein ist ein Kalium-Aluminium-Sulfat, das zum Beispiel im Altertum zur Bearbeitung von Wolle und Leinen in Spinnereien, Webereien und Färbereien eingesetzt wurde. Sir Humphry Davy versuchte im Jahre 1808, mit Hilfe von elektrochemischen Versuchen Aluminium von der Tonerde zu isolieren. Dieses ist ihm aber leider nicht geglückt. Erst 17 Jahre später, im Jahre 1825, gelang dem dänischen Chemiker Hans Christian Ørsted die erste und noch stark verunreinigte Synthese von Aluminium. 1827 versuchte sich der Berliner Prof. Friedrich Wöhler, nach dem gleichen Prinzip wie sein dänischer Kollege, an dieser Synthese. Es gelang ihm, die ersten kleinen Flitter und 1836 größere zusammenhängende Massen von Aluminium darzustellen. Des Weiteren war er es auch, der die relative Dichte von Aluminium bestimmte. Aber erst im Jahre 1854 konnten der Deutsche Chemiker Robert Bunsen und der Franzose Henri Sainte-Claire Deville, unabhängig voneinander, mit der Hilfe von Elektrolyse das Metall mit hohem Reinheitsgrad darstellen. 1855 stellte erstmals Deville, mit Hilfe der finanziellen Unterstützung Napoleons III., auf der Pariser Weltausstellung reines Aluminium der staunenden Bevölkerung vor. Ab 1855 wurde Aluminium nach Devilles Verfahren angewendet, bis im Jahre 1886 der Amerikaner Charles M. Hall und der Franzose Paul-Louis Toussaint Héroult ein billigeres Verfahren zu Herstellung vorstellten. Sie entdeckten unabhängig voneinander, dass Aluminiumoxid (Tonerde) sich in geschmolzenem Kryolith (Na3AlF6) auflöst und elektrolytisch in ein rohes, geschmolzenes Metall und in Nebenprodukte zerlegt werden kann. Dieses war der Weg für den großtechnischen Einsatz des Leichtmetalls (siehe auch: Die Herstellungstechnik der Weiterverarbeitung).

Gewinnung von Aluminiumoxid - Alles beginnt mit dem Abbau von Bauxitgestein im Tagebau, ähnlich wie bei der Braunkohle. Das Bauxitgestein wird zuerst zerkleinert. Das zerkleinerte Bauxit wird anschließend in einem Aluminiumoxidwerk getrocknet, gemahlen und in Natronlauge gelöst. Die dadurch entstehende Natronlauge wird gefiltert und entwässert. Zurück bleibt das extrahierte Aluminiumoxid (Tonerde). Der verbleibende "Rotschlamm" wird auf Deponien gelagert.

Herstellungstechnik der Weiterverarbeitung - Die Weiterverarbeitung erfolgt in einer Aluminium-Hütte. Ein großes Manko ist der Schmelzpunkt der Tonerde von 2.045 °C und damit auch eine wirtschaftliche Produktion. Aber erst durch das Verfahren von Paul-Louis Toussaint Héroult und Charles M. Hall, die Tonerde mit Kryolith vermischten, wurde eine wirtschaftliche Massenproduktion erst möglich (Hall-Héroult-Verfahren oder auch Schmelzflusselektolyse). Für die Herstellung von Hüttenaluminium senkten sie den Schmelzpunkt einfach auf rund 1.000 °C ab, indem sie Tonerde mit Kryolith vermischten. Kryolith ist eine Mischung aus Natrium, Aluminium und Fluor (Na3AlF6).

Durch das Hinzufügen von Gleichstrom (150.000 Ampere) mit Hilfe von Anoden- und Kathodenmaterial aus Kohlenstoff wird diese Mischung bei 960 °C in Sauerstoff und Aluminium zerlegt.

Das Aluminium setzt sich am Boden in der Elektrolysewanne ab und wird dann über spezielle Saugvorrichtungen abgepumpt. Das Hall-Héroult-Verfahren ist heute noch eine gängige Produktionsmethode für die Herstellung von Aluminium. Der Reinheitsgrad liegt bei Industriebarren bei 99,5 %, lässt sich aber auf 99,99 % noch verfeinern.

Korrosion - Korrosion entsteht, wenn stärkere Säuren oder Laugen die Oxidschicht angreifen. Erkennbar ist Korrosion an einer weißen Schicht, die sich sehr schlecht bis gar nicht entfernen lässt.

Legierungszusammensetzungen- Aluminium lässt sich sehr gut mit anderen Metallen legieren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es heute eine Vielzahl von Legierungen gibt, die nach folgenden Kriterien unterschieden werden:

  • Werkstoffe nach DIN
  • Nicht genormte deutsche Gusswerkstoffe
  • Werkstoffe nach Werkstoffleistungsblättern
  • Werkstoffe nach dem internationalen Legierungsregister und der AA-Liste Gusslegierungen
  • Werkstoffe für den Automobilbau
  • Lager- und Sinterwerkstoffe
  • Gegenüberstellungen internationaler Werkstoffbezeichnungen
  • Gegenüberstellungen von Zustandsbezeichnungen
Die Legierung ist so aufgebaut, dass zuerst das Hauptelement (hier: Al), danach alle weiteren Elemente in absteigender Reihenfolge (hier: Mn und Mg) mit Ihren Prozentanteilen aufgeführt werden.

Oxidschicht - Eine sehr gute und natürliche Aluminiumeigenschaft ist die Oxidschicht. Diese Schicht ist so dünn, dass man sie kaum sieht (5 nm, fest haftend). Diese Schicht entwickelt sich in Verbindung mit Luft und schützt das Metall vor Korrosion. Das Aluminium-Oxid ist amphoter, d. h. es hat saure sowie auch basische Eigenschaften. Weil diese Oxidschicht nicht leitfähig ist, kann man sie nur mit Hilfe von elektrischem Strom feststellen. Die Oxidschicht blättert im Gegensatz zum Rost nicht ab.

Produktionsmengen - Die jährliche Produktionsmenge von Aluminium liegt zwischen 20 - 25 Millionen Tonnen weltweit. In der Bundesrepublik Deutschland wird jährlich weit über eine Million Tonnen des leichten Metalls verarbeitet, davon sind ca. 30 % aus dem Recycling-Kreislauf.

Recycling - Fast ein Drittel des gesamten Aluminiumverbrauches wird durch Recycling abgedeckt, wobei das Umschmelzen nur 5 % der zur Primärerzeugung aufgebrachten Energie benötigt.

Deshalb ist das Recyceln von Aluminium in Zeiten von Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeinsparung zu einem bedeutenden Wirtschaftfaktor herangewachsen. Die heutigen Aufgaben des klassischen Recyclings sind viel umfangreicher geworden, als es noch vor zehn Jahren der Fall war. Höhere Qualitätsanforderungen und Umweltauflagen verlangen nach immer genaueren Systemen und ökonomischen Techniken. Auch Produktionsanlagen müssen dem stetigem Wachstum im Recyclingbereich ständig angepasst werden, um den hohen Bedarf der Sekundärschmelzwerke und schließlich den Verbrauch zu decken.

Umweltschutz - Der technische und biologisch-ökologische Umweltschutz ist einer der höchsten Auflagen im Recyclingbereich. Der technische Umweltschutz beinhaltet alle technischen Maßnahmen an Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Produktionsanlagen, die zur Sicherung der Umwelt dienen. Darüber hinaus wird auch neben den allgemeinen Auflagen in vielen Metall-Aufbereitungswerken an neuen Umweltschutztechniken und -Systemen gearbeitet, um eine Verunreinigung von Wasser und Luft sowie der Tier- und Pflanzenwelt zu vermeiden.

Verwendung - Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften erweist sich Aluminium als nicht mehr wegzudenkendes Metall in fast allen Lebensbereichen. Der Vorteil liegt darin begründet, dass Energierohstoffe geschont und die Umwelt von Schadstoffen entlastet werden. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteile sind für die nachfolgenden Industriebereiche relevant.

  • Automobilindustrie
  • Luftfahrtindustrie
  • Schifffahrtsindustrie
  • Raumfahrtindustrie
  • Energieindustrie
  • Waggonbauindustrie
  • Freizeitindustrie
  • Fensterindustrie
  • Verpackungsindustrie
  • Elektroindustrie
  • Haushaltswarenindustrie
  • Verkehrswesen
  • Druckindustrie
  • Apparate- und Behälterbau
  • Metallwarenindustrie
  • Transportindustrie
  • Eisen- und Stahlindustrie

Weltreserven - Die Weltreserven an Aluminium werden heute auf 10 - 25 Milliarden Tonnen geschätzt. Ca. 40 % der Bauxiterze liegen in Guinea, Ghana und Sierra Leone. Das Bauxitvorkommen wird auf insgesamt ca. 140 Mrd. Tonnen geschätzt. Die Fördermenge beträgt etwa 100 Mill. t im Jahr.